Bedeuten digitale soziale Netzwerke wie Google Plus, Facebook & Twitter das Ende der Privatheit?

Geht es nach Mark Zuckerberg und Googles Ex-CEO Eric Schmidt, haben wir das “Post Privacy Zeitalter” durch Dienste wie Facebook und Google Plus längst erreicht. Frei nach dem Motto von Julia Schramm und der sogenannten “Post Privacy Spackeria” sind wir demnach in einer Zeit angekommen, in der das Schützen personenbezogener Daten nahezu unmöglich geworden ist. Diese Liga der Anti-Datenschützer schlussfolgert aus dieser Annahme, dass es heute vielmehr darum gehe, wie man sich im Netz darstellt.  Geht es nach Schmidt und Zuckerberg bleibt es jedem selbst überlassen sich in den Netzwerken zu organisieren. Wer also etwas zu verbergen hat, solle sich einfach raushalten. Allgemeiner Konsens ist diese Ansicht allerdings noch lange nicht.

Alternativen zu Google Plus, Facebook & Co.

Anonyme Netzwerke Vendetta Maske2#Es gibt da eine Menge Netzreisende, die diese Art von Praxis nicht tolerieren wollen. Heute ließt man in den einschlägigen Blogs unaufhörlich von der geplanten Umsetzung eines anonymen sozialen Netzwerkes. Die Gemeinde um den Anonymous Ring hat unlängst auf anonplus.com die Konzeption eines Google Plus Pendants angekündigt, welches vor allem das zentrale Prinzip der Verwendung von Pseudonymen propagiert. Ähnlich wie das im April 2010 angekündigte Netzwerk Diaspora, soll es hier also primär um die Schaffung einer dezentralen sozialen Struktur im WWW gehen. Hiermit möchte man sich gegen die Vorherrschaft von Monopolen wie Google oder Facebook wehren und das Social Networking open source zur Verfügung stellen.

Privatsphäre und das Bewusstsein des Users

Facebook.SecurityEs geht hier natürlich auch um die möglichst umfassende Schaffung eines geschärfteren Bewusstseins der eigenen Privatheit. Denn eins ist sicher: Zwar bekennt sich der Otto Normal User meist nicht zur Post Privacy Liga, doch durch Unwissenheit bzw. fehlende Bereitschaft sich mit Privatsphäre Einstellungen auseinander zu setzen, geben wohl überdurchschnittlich viele User auf Plattformen wie Google Plus und Facebook mehr über sich preis, als sie sich je vorstellen konnten. Gerade auf Facebook, hat der User mit einer sehr komplexen und meiner Meinung nach unübersichtlichen Privatsphäre Einstellung zu kämpfen. Hat Google Plus das besser gemacht?

Google Plus und die Privatsphäre: Ein Fortschritt?

Es ist wohl zuviel des Guten zu sagen, Google würde unsere Daten nicht für eigene Zwecke nutzen, denn genau darum geht es natürlich bei Google Plus. Die Idee des sozialen Netzwerkes ist wie so Vieles heutzutage kommerzieller Natur. Es geht primär um zielgenaue Werbung! Adtargeting nennt sich das Prinzip. Je mehr Daten der User zur Verfügung stellt desto zielgerichteter kann das Unternehmen Werbung auf Google+ platzieren.

Dieses Prinzip ist nichts Neues und wird seit Beginn des WWW präzisiert. Trotzdem spricht die Süddeutsche Zeitung von der “Super Datenbank” für Werbekunden, die Google im Zuge des Google Plus Projekts plane. Dies ist bei Facebook schon lange gängige Praxis, indem langfristig Userdaten gespeichert, analysiert und ausgewertet werden. Google hat Google Plus sicher nicht aus Liebe zur Menschheit gelauncht. Natürlich geht es hier um Profit! Allerdings nicht um jeden Preis. So hat das Unternehmen verstanden, dass es dem User in Sachen Privatsphäre entgegen kommen muss.

So hat Google mit seinem Plus Projekt einen Fortschritt in Richtung Datenschutz gemacht, da dem User die Privatsphäre Einstellungen sehr ausführlich erklärt und generell sehr intuitiv zugänglich gemacht werden. Über die Idee der Circles kann man darüber hinaus ideal entscheiden, welche Inhalte mit welchen Freunden geteilt werden sollen. Dies werten wir als einen Schritt in die richtige Richtung und plädieren weiterhin auf eine sichere und transparente Verarbeitung unserer persönlichen Daten. Datenschutz +1!

Kommentare
3 Antworten to “Bedeuten digitale soziale Netzwerke wie Google Plus, Facebook & Twitter das Ende der Privatheit?”
  1. c3l3st0 sagt:

    ist Privatheit ein deutsches Wort?

  2. Max Arnold Max Gardener sagt:

    Zumindest in der Philosophie und den Sozialwissenschaften gern genutzt und etabliert.

    Was meinst du?

  3. Carrie sagt:

    josemi padre me trasladó el gran sentimiento de compañerismo. Siempre ha hablado bien de su período en la mili y de los compañeros ‘con el paso ca1i&adob#82m7;y la disciplina que había que aplicar para corregirles. Un gran equipo.

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